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Ausbildung bei der Feuerwehr Waldtrudering
Außer der erworbenen Einsatzerfahrung
ist eine umfassende und zeitgemäße Ausbildung Voraussetzung
für die Leistungsfähigkeit der modernen Feuerwehr.
So wachsen stets die Ansprüche an das Können unserer
Feuerwehrfrauen und -männer.
Die Ausbildung besteht aus verpflichtenden
und freiwilligen, aufeinander abgestimmten Kursen. Diese werden
teils an der Feuerwehrschule der Feuerwehr München (hauptsächlich
in der Feuerwache "Sendling") oder an den staatlichen
Feuerwehrschulen in Geretsried und Regensburg angeboten. Mindestens
zweimal im Monat trifft sich die Mannschaft in unserem Gerätehaus,
um ihr Wissen aufzufrischen.
Hinzu kommen zusätzlich:
- Regelmäßig eine ergänzende Erste-Hilfe-Ausbildung
- Jedes Jahr eine Atemschutzwiederholungsübung
- Alle zwei Jahre eine Leistungsprüfung
- Alle drei Jahre eine gesundheitliche Untersuchung
Die Feuerwehr Waldtrudering arbeitet nach dem
üblichen "Buddy-System", in dem einem jüngeren
Feuerwehrkameraden immer ein erfahrener "alter Hase"
zur Seite steht.
Bei der Freiwilligen Feuerwehr München
sind folgende Kurse Pflicht:
Truppmann-Grundausbildung (ab 16 Jahre)
In der Grundausbildung lernen angehende
Feuerwehrleute die Grundzüge des Löschaufbaus, der
technischen Hilfeleistung und die Versorgung Verletzter. Mit
dem Abschluss dieser Ausbildung erhält jeder Dienstleistende
seine Einsatzuniform, einen "Piepser" (Alarmmelder)
und kann nun aktiv an Einsätzen teilnehmen. Bis zum Alter
von 18 Jahren wird der Feuerwehrmann nur außerhalb des
vom Gruppenführer festgelegten Gefahrenbereiches eingesetzt.
Aufbaulehrgang und Atemschutzausbildung
(ab 18 Jahre)
Im Truppmann Aufbaulehrgang werden Fertigkeiten
gelehrt, die erst ab einem Alter von 18 Jahren von den Feuerwehrmännern
durchgeführt werden dürfen. Dazu zählen u.a. das Aufstellen
der Schiebleiter, das Arbeiten mit der Kettensäge oder das
Abseilen an Gebäuden. Abgerundet wird der Lehrgang mit der
Einweisung "Schienenfahrzeuge" (U- und S-Bahn).
Der anschließende Atemschutz-Lehrgang ist der zeitintensivste
und anstrengendste Kurs. Um verqualmte Gebäude betreten zu
können, müssen Atemschutz-Geräte getragen werden. Das sichere
Arbeiten mit diesen Geräten erfordert eine gute Kondition
und große Routine. In zahlreichen Übungen lernen die Kursteilnehmer
"blind" Räume durch Tasten abzusuchen, Personen zu retten
und Löschrohre in Häuser zu verlegen.
Truppführer
Die kleinste Feuerwehreinheit am Einsatzort bildet der Trupp. Dieser kann verschiedene Funktionen ausüben, wie beispielsweise Verkehrsabsicherung, Personensuche unter Atemschutz oder den Aufbau einer Löschwasserversorgung. Die Ausbildung zum Truppführer ermächtigt zum Leiten eines Trupps. Hier lernt man zusätzlich zu einer Vertiefung der Fachkenntnis auch Führungsaufgaben wahrzunehmen. Der Truppführerlehrgang ist Voraussetzung für die Ausbildung zum Gruppenführer.
Freiwillige Fortbildung
Die Teilnahme an den folgenden Kursen
ist freiwillig, jedoch Voraussetzung für die Wahrnehmung
bestimmter Aufgaben, wie etwa Maschinist oder Gruppenführer.
Maschinist
Wer ein Feuerwehrfahrzeug fahren will,
muss als Maschinist ausgebildet sein. Hier lernt man unter
anderem den Umgang mit den verschiedenen Pumpen oder die Förderung
von Löschwasser über lange Wegstrecken. Gefragt
sind hier keine Rennfahrer, sondern umsichtige Menschen im
verantwortungsvollen Umgang mit der Technik. Ausgesuchte Maschinisten
können auch einen Zuschuss
zum Lkw-Führerschein erhalten.
Gruppenführer
Der Gruppenführer hat die Aufgabe die Einsatzstelle zu erkunden,
einen Entschluss zu fassen und der Mannschaft entsprechende
Aufträge zu erteilen. Zusätzlich nimmt er Aufgaben in der
Ausbildung der Mannschaft wahr. In einem einwöchigen Kurs
werden deswegen umfangreiches Feuerwehrwissen, Baukunde, Taktik
und Menschenführung gelehrt.
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